Dorfsplitter

Dorfsplitter #37: Holzhausen, Leipzig, Ortschaftsrat Mai 2016

Das Protokoll der Mai-Sitzung des Ortschaftsrates Holzhausen. Themen damals waren unter anderem der Frühjahrsputz und eine scheinbar mangelnde Beteiligung, das neue Bürgeramt in der Hauptstraße und die Bitte um rege Nutzung, der Straßenzustand Zuckelhausener Ring, die Judohalle bei Sprios sowie die Nachfolgefrage in Sachen Bibliotheksleitung.

Leipzig, Holzhausen:
Leipzig, Holzhausen: Die Einmündung des Emil-Altner-Weges in die Stötteritzer Landstraße. Manche Autofahrer übersehen hier beim Abbiegen, dass sie einen Fußweg kreuzen. Foto: Bernd Reiher

Tagesordnungspunkt eins – Eröffnung und Begrüßung. Tagesordnungspunkt zwei – Feststellung von Tagesordnung und Beschlussfähigkeit. Tagesordnungspunkt drei – Bestätigung des Protokolls der Sitzung vom 12. April: Hausnummer des neuen Bürgeramtes lautet 48h/Verwaltungsstandpunkt Kleinpösnaer Straße.

Tagesordnungspunkt vier – Sachstandsberichte. Tagesordnungspunkt vier (1) – Umzug von Bürgeramt und Büro des Ortsvorstehers: Ortsvorsteher Raqué teilt mit, dass der Umzug jeweils erfolgt sei, die Umbauarbeiten stünden vor dem Abschluss. Sachbearbeiterin im Bürgeramt sei Frau Otto, die Öffnungszeit montags von 9.00 bis 14:00 Uhr. Alle Bürgerinnen und Bürger Holzhausens seien gebeten, das hiesige Bürgeramt bei Bedarf auch zu nutzen, die Besucherzahlen sollten auf jeden Fall gesteigert werden. Ortsvorsteher Raqué möchte zunächst zweimal im Monat eine Bürgersprechstunde durchführen. Die Termine würden jeweils Anfang des Monats im „Holzhausener“ (Ortsblatt, Anmerk. d. Red.) bekannt gegeben.

Tagesordnungspunkt vier (2) – Vertretung im AZV Parthe (Auszug): Ortsvorsteher Raqué teilt mit, dass Holzhausen über keinen Vertreter im AZV Parthe (mehr) verfügt. Die Rechte seien mit der Eingemeindung an den Umweltbürgermeister und seinen Vertreter weitergegeben worden. Stadträtin Hollick teilt mit, dass die AZV-Versammlungen öffentlich sind. Ortschaftsrat Knaak wolle sich erkundigen, ob die Versammlungsprotokolle erhältlich bzw. einsehbar sind.

Tagesordnungspunkt fünf – Bibliotheksentwicklungskonzeption, Fortschreibung 2016 bis 2020: Frau Röhrs, die Holzhausener Bibliothekarin, gehe noch in diesem Jahr in den Ruhstand. Frau Pohl gibt bekannt, dass der Freundeskreis der Holzhausener Bibiothek eine Stellungnahme zur Erhaltung der Holzhausener Bibliothek abgegeben hat. Frau Hollick schlägt vor, einen entsprechenden Antrag an die Stadtverwaltung (Erweiterung der Bibliothekskonzeption) zu stellen und als Begründung die genannte Stellungnahme anzuhängen.

Am 18. Mai 2016 soll damit auf der Stadtratssitzung ein Änderungsantrag gestellt werden, wonach die Bibliothek Holzhausen erhalten werden soll. Die Begründung im Wortlaut: „Der Ortschaftsrat Holzhausen erwartet, dass die Existenz der Bibliothek Holzhausen weiterhin gesichert bleibt. Die Bibiliothek wird außer von den Einwohnern unseres Ortsteils auch von denen aus Liebertwolkwitz und Mölkau genutzt, da deren Bibliotheken nach der Eingemeindung nach Leipzig geschlossen wurden. Einwohner naheliegender Ortsteile wie Probstheida und Meusdorf nutzen die Bibliothek ebenfalls, so dass der Einzugsbereich weit über Holzhausen hinaus geht. Zu Lehrzwecken wird die Bibliothek von Grundschulklassen aus Holzhausen und Liebertwolkwitz aufgesucht.“

Die Ausleihen und Besucherzahlen hätten sich nach Aussagen von Herrn Rauhut (Abteilungsleiter Stadtnetz) kontinuierlich erhöht, obwohl die Bibliothek nur an zwei Tagen je Woche geöffnet hat. Erfreulich sei die rege Nutzung von Familien mit Kindern. Dies zeige sich auch in der wachsenden Ausleihe von Kinderliteratur.

Seit mehr als zehn Jahren werde die Bücherei Holzhausen von einem ehrenamtlichen Freundeskreis unterstützt. Im „Holzhausener“ (Ortsblatt, Anmerk. d. Red.) würden durch ihn monatlich Rezensionen von Neuerwerbungen veröffentlicht. Regelmäßige, sehr gut besuchte, Lesungen würden ebenfalls vom Freundeskreis organisiert. Es sei in den vergangenen Jahren gelungen, bekannte Autoren wie Werner Heiduczek, Bernd-Lutz Lange, Heribert Schwan, Volker Ebersbach und andere zu Benefizveranstaltungen für die Bibliothek Holzhausen zu gewinnen.

So habe sich die Bibliothek zu einem kulturellem Zentrum in Holzhausen entwickelt. Gemeinsam mit dem benachbarten Jugendclub organisiere sie jährlich einen „Tag der offenen Tür“, der großen Anklang finde. Unbedingt geklärt werden müsse die Stellenbesetzung in Holzhausen, da die jetzige Bibliothekarin am 31. Juli dieses Jahres wegen des Eintritts in das Rentenalter ihre Tätigkeit in Holzhausen beendet. Eine Neubesetzung ab 1. August sei deshalb erforderlich.

Tagesordnungspunkt sechs – Hallenbau im Sprio-Gewerbepark des SV Holzhausen, Abteilung Judo: Hierzu tragen Herr Christian Felgentreff und Herr René Sohr vom Judo Holzhausen e. V. vor. Der Verein wurde im vergangenen Jahr aus dem SV Holzhausen heraus gegründet. Die MItgliederzahl von Kindern und Jugendlichen sei in den letzten fünf Jahren von acht auf 85 Mitglieder gestiegen, weswegen das Training in der Grundschulhalle nicht mehr durchzuführen sei. Es seien auch viele Sportlerinnen und Sportler im Verein, die nicht in Holzhausen wohnen. Im Sprio-Park soll daher aus einer alten Lagerhalle eine Judohalle erschaffen werden, der Umbau soll im Juni beginnen. Ziel sei, das Training noch in diesem Herbst dort aufzunehmen. Auch andere Sportvereine sollen die Halle bei Bedarf nutzen können. Unterstützung, insbesondere finanzielle, sei dringend erforderlich. Bisher laufe das Projekt im Wesentlichen mit Spenden-, Förder- und Eigenmitteln. Es wird auf die Aktion „Matten kaufen“ verwiesen (https://sites.google.com/site/judoholzhausen/home). Die Gesamtkosten des Projektes lÄgen bei über 300.000 €.

Tagesordnungspunkt sieben – Rückblick auf den Holzhausener Frühjahrsputz 2016: „Ortschaftsrat Kotalla beklagt die mangelnde Resonanz der Holzhausener Vereine. Frau Schönfeldt, die Leiterin des Holzhausener Jugendclubs, monierte den Artikel, der von Kotalla im ‚Holzhausener‘ zu diesem Thema veröffentlicht wurde. Dieser sei ihrer Ansicht nach zu wenig selbstkritisch gewesen, und man habe ihn auch als Drohung auffassen können, insbesondere, was die in diesem Zusammenhang gebrachten Brauchtumsmittelverteilung beträfe. Ortschaftsrat Kotalla räumt ein, dass er den Artikel bewusst in einem provokanten Stil geschrieben habe, auch, um eine solche Diskussion um die Sache anzuregen.“

Im Ergebnis der Diskussion sei festgelegt worden, dass der Frühjahrsputz im kommendem Jahr anders und besser organisiert wird und dass im Vorfeld entsprechende Absprachen zum Zeitpunkt, zur Beteiligung der Vereine und zu Terminüberschneidungen getroffen werden sollen.

Tagesordnungspunkt acht – Straßenzustand am Zuckelhausener Ring: „Ortschaftsrat Timm beklagt erneut den katastrophalen Straßenzustand am Zuckelhausener Ring. Die Straßen müssen dringend unterhalten werden. Er habe selbst – als Anlieger – schon zahlreiche Anträge gestellt, es befinde sich neben Wohnhäusern auch Gewerbe dort (Pflegeheim, Schmiede). Die Anträge seien stets mit dem Hinweis abgelehnt worden, dass ein Neubau der Straße nicht anstehe. Auf die Pflicht der Stadt, die Straße instand zu halten, werde nicht eingegangen. OV Raqué möchte dies recherchieren und in die Tagesordnung der nächsten OR-Sitzung aufnehmen.“

Tagesordnungspunkt neun – Sonstiges: Kein Eintrag. Tagesordnungspunkt zehn – Einwohnerfragestunde: „Es wird erneut angesprochen, dass die Kreuzung im Bereich der Baustelle am Netto-Markt zurzeit gefährlich ist, insbesondere durch die einseitige Sperrung der Richtungsfahrbahnen.“ Die Autos würden mitunter bis zum Fußweg vorfahren, was insbesondere Kinder gefährde. Frage, ob hier ein Schülerlotse denkbar wäre. OV Raqué wolle bei der AG Schulwegsicherheit im Jugendamt nachfragen.

Frage, ob im Bereich der Einmündung Emil-Altner-Weg/Stötteritzer Landstraße ein Vorfahrtsschild sinnvoll wäre. Ein solches käme nicht infrage, da der Emil-Altner-Weg automatisch untergeordnet ist, da er einen Gehweg kreuzt. Kinder/Fußgänger seien aber auch hier in Gefahr, eventuell müsse man über das Anbringen privater Schilder nachdenken.

Frage Herr Bachmann, ob es Neues zur Asylbewerberunterkunft in der Händelstraße gäbe. Derzeit sei dort keine Bautätigkeit zu verzeichnen. Dem Ortschaftsrat lägen keine neuen Informationen zu diesem Thema vor.

Ein Anwohner der Kleinpösnaer Straße habe, den Ortschaftsat lobend, hervorgehoben, dass die Straßenmarkierungen (30 km/h) inzwischen von der Stadt erneuert worden seien. OV Raqué möchte das Thema „Straßenbäume“ noch einmal auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung stellen.

Zum Protokoll im Allris-Ratsinformationssystem der Stadt Leipzig

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